In diesen zwei Wochen erkundeten wir das Burgenland. Unsere
gemütliche Unterkunft war das Hofgasslhaus in Mörbisch, ein 200 Jahre alter,
kleiner, renovierter Weinbauernhof der Familie Struck, den wir nur weiterempfehlen
können. War das Wetter nicht ganz so schön, absolvierten wir unser
Besichtigungsprogramm. Wir sahen uns in Eisenstadt das Haydn Mausoleum sowie
das Haydn Haus an und erfuhren viel über Haydns Leben und Sterben. Außerdem
besuchten wir den Kalvarienberg und die Ausstellung „Dumme Gans? Eine
Kulturgeschichte im Federkleid“ im Burgenlandmuseum, in dessen Keller besonders
die rekonstruierten römischen Fußbodenmosaike beeindrucken. Wir haben auch das Geburtshaus des anderen
berühmten burgenländischen Komponisten, Franz Liszt, in Raiding besucht. Die Burg
Forchtenstein, das Barockschloss Halbturn, Prinz Eugens Schloss Hof und die
Sommerresidenz der Habsburger, Laxenburg
- beide in Niederösterreich gelegen - haben uns ebenfalls gut gefallen.
Besonders beeindruckt waren wir von der Basilika in Frauenkirchen. Interessant
war auch die Besichtigung der Blaudruckerei der Familie Koo, eine der letzten
in Europa, die noch wie vor 200 Jahren Baumwollstoffe bedruckt und mit Indigo
färbt. Neben der Kultur war natürlich auch der Nationalpark Neusiedlersee eines
unserer Ziele. Wir erfuhren viele Details über die Fauna und Flora während
einer Nachtexkursion bei Illmitz. Besonders süß waren die eben geschlüpften
Küken der Sandpfeifer und Kiebitze, die wir beobachten konnten. Wir wanderten in diesen Wochen, ausgerüstet
mit einem Fernglas, auch um die Lange Lacke und entlang der Zicklacke und
genossen diese einzigartige Landschaft. Natürlich darf im Burgenland das
Radfahren nicht ganz zu kurz kommen. Eine Tour führte uns an einem kühlen und
windigen Tag von Mörbisch bis Oggau und wieder zurück, immerhin eine Strecke
von über 50 Kilometern. Am sonnigen und warmen Samstag vor unserer Abreise
radelten wir erneut über 50 Kilometer, diesmal von Mörbisch über den
ungarischen Teil des Neusiedlersees bis nach Illmitz, von wo wir mir der
Radfähre den See zurück nach Mörbisch querten. Sopron in Ungarn (60700
Einwohner) hat uns mit seinen beinahe auto- und geschäftsleeren Straßen in der
Altstadt überrascht. Natürlich ist die Freistadt Rust (1900 Einwohner) mit
ihrem wunderbaren Hauptplatz immer einen Besuch wert. In Mörbisch zählen die
Hofgassen zum Welterbe, ebenso wie der Naturpark Neusiedlersee. Auch die
anderen Orte um den See lohnen einen Besuch. Die schönen Erlebnisse und
natürlich der gute Wein sind Gründe, warum wir sicher wieder mal ins Burgenland
kommen werden.
Pauls Kommentar: Na, da gehe ich mit meinen beiden Wandervögeln auf
Vogelbeobachtung und komme mit einem Minderwertigkeitskomplex zurück. Die
Störche mit ihren langen Beinen stelzen grazil durch die Felder und segeln
elegant durch die Lüfte über dem Steppensee. Da komme ich mit meinen
Stummelbeinen nicht mit – und Fliegen geht schon gar nicht.
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| Ein Hofgassl in Mörbisch |
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| Der Hauptplatz von Rust |
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| Ein Storch am Dach soll Glück bringen |
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| Der Neusiedlersee in Richtung Rust |
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| Ein steife Brise am Neusiedlersee |
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| Das Schilf wird getrocknet |
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| Wolken türmen sich an der Langen Lacke |
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| Die Lange Lacke |
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| Die Zicklacke |
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| Blick auf den Neusiedlersee von der ungarischen Seite |
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| Ein Mohnfeld entlang des Radweges |
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| Burg Forchtenstein - Schatzkammer der Esterhazy |
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| Das Schloss Halbturn |
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| Die Basilika Frauenkirchen |
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| Das Schloss Hof von Prinz Eugen |
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| Im Park von Laxenburg |
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| Ein Rapsfeld bei Raiding |
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| Sopron mit dem Feuerturm |
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| Paul im Nationalpark |
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