Sonntag, 17. Juli 2016

Norwegen – Lofthus und Utne (13. bis 15. Juli)

Am Mittwoch besuchten wir das Natursenteret in Øvre Eidfjord und sahen einen beeindruckenden Film über die Hardanger Vidda und den Hardanger Fjord. Auf unserer Weiterfahrt kamen wir an der Hardangerbrücke vorbei, die sich seit 2013 über den Fjord spannt. Danach fuhren wir den schönen Sørfjorden und seinen Obstgärten entlang und an Odda, einem Industriestandort, vorbei bis zum bekannten Låtefoss. Schließlich ging es zurück nach Lofthus, wo wir das historische Hotel Ullensvang bezogen. Am nächsten Tag machten wir eine wunderbare Wanderung. Sie führte uns hinein in das Husedalen. Über einen steilen und rutschigen Steig arbeiteten wir uns nach oben. Vier tolle Wasserfälle, die sich nacheinander von der Hardanger Vidda  stürzen, waren die Belohnung für die Mühe. Am Donnerstagvormittag besuchten wir bei Eidfjord die Kjeåsen Bauernhöfe, die hoch über dem Fjord liegen und bis 2011 nicht mit dem Auto erreichbar waren. Danach nahmen wir in Kinsarvik die Fähre nach Utne. Hier nächtigten wir im reizenden, historischen Utne Hotel. Am Nachmittag unternahmen wir eine kurze, aber schöne Wanderung  vom 17 Kilometer entfernten Herand aus.
Pauls Kommentar: Das war ein Reinfall mit den Trollen! Da war ich im kalten Berg, im kalten Wald, im kalten Wasser, überall kalt. Und von wegen alles tun dürfen. Als Trolllehrling im Federkleid hat man’s nicht leicht. Ständig soll man die anderen bedienen.
Ich sagte also zu den Trollen: 
„Ich tu mich jetzt verrollen.“ 
Eidfjord
Der Latefoss
Der Nyastölfossen
Abbruchkante des Nykkjesoyfossen 
Das Plateau beim dritten Wasserfall
Sonnenschein auf dem Rückweg, der Nykkjesoyfossen 
Auf dem Rückweg am Nyastölfossen vorbei
Die romanische Kirche in Kinsarvik
Der Sörfjorden in Richtung Folgefonna Gletscher

Mittwoch, 13. Juli 2016

Norwegen – Wandern in der Hardanger Vidda (10. bis 12. Juli)

Am Sonntag fuhren wir durch das Aurlandsdalen.  Wieder eine steile Straße, deren enge Kehren zum Teil in Tunneln verlaufen. Danach ging es über die RV 7 auf die Hardanger Vidda zur Dyranut Fjellstova, die Berghütte, in der wir die nächsten drei Tage wohnten. Die Hardanger Vidda ist Europas größte Hochgebirgsebene mit über 9000 km² Gesamtfläche in einer Höhe von 1100-1400 Metern. Sie ist ein beliebtes Wandergebiet. Der zentrale Teil ist ein Nationalpark. Wir machten am Nachmittag eine erste, zwei Stunden lange Wanderung hinein in die Hardanger Vidda mit ihrer arktischen Tundra-Vegetation und schier unendlichen Weite. Am Montag entschlossen wir uns zu einer Wanderung zum Valursfossen im Hjølmodal. Eine Wahnsinnsfahrt. Von Øvre-Eidfjord ging's über eine enge Straße hinein ins Tal und dann über unzählige, sehr enge Kehren auf einer unbefestigten Straße auf die Hochfläche. Zwanzig Minuten Hoffen und Beten, dass man keinen Gegenverkehr hat. Umso überraschender war es, dass kaum ein Parkplatz zu finden war. Dafür hat uns die dreistündige Wanderung über Stock, Stein, Fels und kaum markierte Pfade aber mit herrlichen Ausblicken auf den Valursfossen und hinunter zum Eidfjord-See entschädigt. In Norwegen geht es aber immer noch ein bisschen imposanter. Wir machten Halt am Vøringsfoss, einem der bekanntesten und spektakulärsten Wasserfälle Norwegens. Und das will etwas heißen! Von mehreren mit dem Auto erreichbaren Aussichtspunkten aus kann man den Blick auf den 182 Meter hohen Wasserfall genießen und bekommt trotz der angebrachten Geländer ein schauriges Gefühl, wenn man an der Felskante in die jäh abfallende Tiefe blickt. Am Dienstag gingen wir wandern. Wir brauchten sechs Stunden für eine Rundwanderung von der Dyranut Fjellstova zur Kjeldebu Hütte. Leider begann es nach einer Stunde zu regnen und wir wurden ziemlich nass. Hin und wieder konnten wir durch den Nebel die Gletscher auf den weit entfernten Bergen sehen.
P.S.: Während wir das schrieben, klopfte es ganz schüchtern an die Tür. Was glaubt ihr, wer draußen stand? Er bekam was zu essen, ein Schnäpschen, um sich aufzuwärmen – und wie es ihm ergangen ist, wird er euch selbst erzählen, wenn er sich wieder erholt hat. 
Die karge und weite Tundralandschaft in der
Hardanger Vidda
Mystische Stimmung am Abgrund
Wollgras auf dem Weg zum Valursfossen 
An der Abbruchkante der Hardanger Vidda
Blick zum Eidfjordsee
Der Fluss Veig im Hjölmodalen
Wo ist Gabi?
DerVöringsfoss (182 Meter hoch)
Blick ins Mabödalen beim Vöringfoss
Die Gischt des Vöringsfoss steigt
an der Felskante empor

Norwegen – Flåm (8. und 9. Juli)

Da wir die Fähre von Kaupanger nach Gutvangen erreichen mussten, ging es schon früh los. Auch die Fähre war müde und lag schräg im Wasser. Nach einer wunderschönen fast dreistündigen Fahrt durch den Sognefjord und den Nærøyfjord, der UNESCO Welterbe ist, erreichten wir Gudvangen. Bevor wir nach Flåm fuhren, machten wir zwei Abstecher. Zuerst ging es hinauf zum  Hotel Stalheim, wo wir die tolle Aussicht genossen. Zurück ins Tal nahmen wir die Stalheimskleiva, eine alte Straße mit 18% Steigung, die an tollen Wasserfällen vorbei führt. Unten parkten wir das Auto und gingen den kurzen Fußweg zum Stalheimfossen. Bevor wir unser Tagesziel Flåm erreichten, bogen wir noch ab nach Undredal, wo der braune Ziegenkäse Geitost hergestellt wird. Es ist ein sehr kleiner Ort am malerischen Aurlandsfjord. In Flam bezogen wir im historischen Fretheim Hotel eine Junior Suite. Am nächsten Tag nahmen wir die bekannte Flåmbana. Die 20 Kilometer lange Strecke durch das Flåmstal bis Myrdal zählt zu den 25 schönsten Eisenbahnstrecken der Welt. Auf dem Rückweg wanderten wir zu Fuß über den sogenannten Rallarvegen zurück. Auch hier konnten wir über die beeindruckende und gewaltige Landschaft nur staunen.
P.S.: Wir müssen euch leider mitteilen, dass uns Paul verlassen hat. Er macht ein Praktikum als Troll. Wie ihr ja mitbekommen habt, hat es in letzter Zeit leichte Spannungen zwischen uns gegeben, weshalb wir zugeben müssen, dass wir ihn nur halbherzig zum Bleiben überreden wollten. Pauls Abschied war dafür kurz, aber frostig. 
Revsnes am Sognefjord
Blick zurück in den Aurlandsfjord
(ein Nebenarm des Sognefjords)
Einfahrt in den Naeroyfjor
(ein Nebenarm des Sognefjords)
Kurz vor Gudvangen
Bauernhäuser am Naeroyfjord
Blick vom Hotel Stalheim 
Das beschauliche Dörfchen Undredal
In der Flamsbana
Der Kjosfossen an der Flamsbana
Ziegen relaxen im Flamsdalen
Üppige Vegetation am Wegesrand
Ein Bergbauernhof in extremer Lage, ohne Zufahrt
Schöne Aussicht von unserem Rastplatz aus
Der Rjoandefossen (140 Meter
freier Fall)

Donnerstag, 7. Juli 2016

Norwegen – Fjorde und Gletscher (4. bis 7. Juli)

Am Montag jagte ein Highlight das andere. Von der Trollwand ging es über Serpentinen bei bis zu 12 % Steigung die spektakuläre Trollstige hinauf zur Passhöhe. Von dort führte der Weg durch das liebliche Valldal bis Linge, wo wir mit der Fähre nach Eisdal übersetzten. Von hier folgt man dem grandiosen Adlerweg bis Geiranger. Die Ausblicke auf den Geirangerfjord lassen sich nicht in Worte fassen. Von Geiranger fuhren wir die nächste steile Bergstraße hinauf zur Djupvasshytta (1038m), wo wir zum Aussichtspunkt auf der Dalsnibba (1494m) fuhren. Atemlos blickten wir in die imposante Berg- und Fjordwelt Norwegens. Am Dienstag befuhren wir den Gamle Strynefjellsvegen. Diese zum Teil unbefestigte Bergstraße führte vorbei an hohen Wasserfällen und entlang eines tosenden Bergbaches bis zum See Strynsvatnet. Von dort ging es weiter nach Hellesylt, von wo wir den Geirangerfjord noch einmal mit der Fähre besuchten.  Am Mittwoch heißt es Abschied nehmen von Grotli. Wir kamen nach Lom, wo wir die Stabkirche besichtigten und in der besten Bäckerei Norwegens Cappuccino tranken und süße Bäckereien aßen. Über die Sognjefjellstraße erreichten wir Elveseter, wo auf der 33 Meter hohen Sagasäule die Geschichte Norwegens in Stein gemeißelt wurde. Auf der Passhöhe liegt die Sognefjellhütte, wo wir die Norweger beim Langlaufen beobachten konnten. Auch das Bergpanorama auf dieser Fahrt begeisterte uns sehr. Das Ziel war Solvorn, wo wir im ältesten Hotel Norwegen, dem Walaker, absteigen. Solvorn liegt am Ende des Sognjefjords, der mit seinen 204 Kilometern der längste Fjord der Welt ist. Am Donnerstag gings in die Gletscherwelt. Wir fuhren zum tiefblauen Nigardsbreen-Gletscher im im Jostetaal. Am Nachmittag fuhren wir mit der Fähre nach Urnes, wo wir die älteste Stabkirche Norwegens besichtigten.
Pauls Kommentar: Die coolsten Typen in Norwegen sind die Trolle. Die sind einfach überall zu finden: im Wasser, im Wald, in den Bergen und in Häusern. Und das tollste ist, die dürfen alles machen. Es gibt keine Regeln und keine Vorschriften über sie. Das hat mir ein Gletschertroll heute erzählt. Das würde mir auch taugen. Deshalb habe ich mich für die Trollschule beworben und möchte hier bleiben. Sollen meine beiden Wanderoldies doch mit ihrem alten Dacia allein weiterfahren. 
Die Trollwand - höchste senkrechte Felswand Europas
Aussichtsplattform am Ende der Trollstige
Die Trollstige
Richtung Adlerweg
Der Geirangerfjord mit dem
Ort Geiranger
steile Felswände und Wasserfälle
im Geiranger
Blick von der Dalsnibba Richtung Geiranger
Blick zu den Berggipfeln von der Dalsnibba aus
Auf dem Gamle Strynefjellsvegen
Die Ortschaft Flo am Strynsvatnet
Der See Strynsvatnet
Einfahrt in den Geiranger
Der Wasserfall "Die sieben Schwestern"
im Geiranger
Kreuzfahrtschiff im Geiranger
Die Sagasäule
Das Skigebiet um die Sognefjellhütte im Juli
Auf dem Weg zum Sognefjord
Das Gletscherschloss des Nigardsbreen
Die Stabkirche in Urnes
Pauls neuer Freund